Konsens

Entscheidungen im Konsens-Prinzip zu fällen bedeutet, solange an einem Beschluss “zu feilen”, bis keine Gegenstimme mehr geäußert wird. Im Gegensatz zu einer Mehrheits-Abstimmung entsteht hierbei keine Minderheit, keine “Opposition”, statt dessen werden im Entscheidungsprozess die Bedenken gegen den Beschluss angehört und die Lösung so erweitert, dass diese mit berücksichtigt sind. Dadurch tragen Gegenstimmen zur Verbesserung der Entscheidung bei.

Von den einzelnen Teilnehmern verlangt dieser Prozess, Bedenken in konstruktiver Haltung einzubringen und jeweils ihre Bedeutung und Wichtigkeit für die Gesamtheit abzuwägen.

Häufig wird kritisiert, dass dieser Prozess (zu?) lange dauere. Zunehmende Übung beschleunigt ihn jedoch deutlich und die Umsetzung von Projekten ist meist wesentlich effektiver, da ein internes energetisches Gegensteuern entfällt und alle Mitglieder an einem Strang ziehen.

Gewaltfreie Kommunikation

Gewaltfreie Kommunikation ist sowohl eine Art zu hören, als auch zu sprechen. Ziel ist es, sich mit dem zu verbinden, was momentan im Anderen lebendig ist. Dabei kann jede Handlung oder Äußerung als ein Versuch verstanden werden, ein Bedürfnis zu erfüllen. Echte Bedürfnisse sind grundsätzlich nicht lebensfeindlich- wohl können das aber die Strategien sein, die zur jeweiligen Erfüllung führen sollen- sie können mehr oder weniger zielführend sein.

Marshall Rosenberg hat als Werkzeug der GfK einen 4-Schritte-Prozess beschrieben, der sowohl für das Hören als auch für das Sprechen angewandt wird:

  1. Beobachten ohne Bewertung
  2. Gefühl
  3. Bedürfnis
  4. Bitte

In diesem kurzen Video erzählt Marshall Rosenberg, wie ein tiefgreifender Konflikt durch Klären der Bedürfnisse sehr schnell gelöst wird:

World Café

Wikipedia schreibt über das soziale Werkzeug World Café: “Es geht darum, in Veränderungsprozessen möglichst viele Beteiligte zu Wort kommen zu lassen und ihnen so Mitwirkung und Engagement zu ermöglichen. Der Ansatz des World-Cafés unterstützt Selbstentwicklung und Selbststeuerung und fördert die Selbstorganisation. Die Gespräche sollen in einer entspannten Atmosphäre stattfinden und haben das Ziel, gemeinsames Wissen und den Leistungsvorteil der Gruppe sichtbar zu machen, um so neue Perspektiven, Denkweisen und Handlungsoptionen zu entwickeln.”